Erlebnis-Raum Taufe

Also ich bin nicht getauft…
Informationen für Interessierte

Ein christliches Ritual

Taufe ist ein christliches Ritual, das schon so lange praktiziert wird, wie es Christen und Christinnen gibt. Schon von Jesus wird erzählt, dass er sich von einem Mann mit dem Namen ‚Johannes‘ im Jordan (Fluss in Israel) hat taufen lassen.

Taufpraxis

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich in der Taufpraxis viele Veränderungen ergeben. Zum Beispiel wurde aus der Erwachsenentaufe der Anfänge ab dem 4. Jahrhundert die Kindertaufe der Normalfall. Das gilt weltweit für die röm.-kath. Kirche und für die evangelischen Landeskirchen in Deutschland bis heute. In den letzten Jahren hat aber auch hier die Zahl der Erwachsenentaufen wieder zugenommen. In den meisten evangelischen Freikirchen werden ausschließlich Erwachsene getauft.

Kindertaufe

In der Kindertaufe drückt sich der Wunsch der Eltern aus, ihre Kinder in eine Tradition mit hineinzunehmen, die ihnen selbst etwas bedeutet. Die Aufklärung über Inhalte des christlichen Glaubens geschieht spätestens im Konfirmandenunterricht, an dessen Ende das eigene ‚Ja‘ des Konfirmanden, der Konfirmandin zur Taufe im Kindesalter steht.

Taufe im Erwachsenenalter

Taufe im Erwachsenenalter bedeutet das Ende eines Vorbereitungs-Weges und zugleich den Beginn eines Lebens-Weges:
Üblicherweise geht der Taufe ein längerer Weg der Neugier gegenüber der Bibel und dem christlichen Glauben voraus. Auf diesem Weg reift dann oftmals der Wunsch, selber als Christ glauben und leben zu wollen. Die Taufe ist dafür das sichtbare Zeichen. Aus der Taufe erwächst die Aufgabe, ein Leben als Christenmensch zu gestalten. Martin Luther hat einmal geschrieben, dass ‚ein christliches Leben nichts anderes ist denn eine tägliche Taufe, einmal angefangen und immer darin gegangen.‘

Taufe hat eine sichtbare und eine unsichtbare Seite

Die sichtbare Seite ist die Zugehörigkeit zur weltweiten Gemeinschaft der Getauften und die Mitgliedschaft in einer kirchlichen Organisation (evangelische Landeskirche, katholisches Bistum, evangelische Freikirche oder anderes).

Die unsichtbare - geglaubte Seite ist die Zusage, dass die Getauften ‚Gottes geliebte Kinder‘ sind und ‚in den Tod und die Auferstehung Jesu hineingetauft sind‘.

Auf die Zusage, das Versprechen Gottes: „Ich bin für dich da“ bekennen die Taufwilligen: „Ich glaube an dich, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.“

Weiter Infos unter: www.ekd.de/einsteiger/taufe